Entwicklung

Netzwerk der laufenden Produktentwicklungen 

 

Bahn & Logistik

Der Container-Güterverkehr auf der Schiene ist bezogen auf die eingesetzte Energie pro kg am wirtschaftlichsten und ökologisch verträglichsten. So benötigt ein rollender Zug mit insgesamt 1000 Tonnen auf ebener Strecke nur ca. 7,5 kW Zugleistung,könnte also von einem Moped gezogen werden.

Nachteile des Eisenbahn-Güterverkehrs sind die benötigte Zeit (Stillstandszeiten in großen Container-Terminals) sowie mangelnde Flexibilität (z.B. keine Umladung im (Innen)stadtbereich möglich). Mit dem Ziel einer extremen Verkürzung dieser Stillstandszeiten beim Schiene/Schiene- oder Schiene/LKW-Umschlag wurden von HET verschiedene Schnittstellenlösungen entwickelt.

Mit dem stationären Containerumsetzer werden extrem kurze Umschlagzeiten sowohl beim Be- und Entladen von Zügen (oder Umladen auf andere Züge) als auch beim Be- und Entladen vom Lastkraftwagen erzielt, wie z.B. die Umsetzung eines 40 ft ISO Container in maximal 300 Sekunden von einem Waggon auf eine andere Plattform in senkrechter Achse zum Gleis.

Die Kosten einer „Kranung“ belaufen sich dabei weit unter 2 Euro. Das Belegen von Containerzügen dauert in Containerterminals bis zu fünf Stunden und belegt gleichzeitig mehrere Fahrtrassen (Ablaufberg). Die vollständige Be- und Entladung von 60 Waggons erfolgt in weniger als 60 Minuten. Im Gegensatz zu bestehenden Umladeterminals ist darüber hinaus ein Umladen unter Oberleitung möglich.

Der Umladevorgang bei dem von HET entwickelten System kann bei fahrendem Zug, d.h. bei Schleichganggeschwindigkeit erfolgen. Dadurch werden Puffer und Zuganker nicht entlastet, was zu einer signifikanten Energie und Lärmersparnis führt. Als Container-Pufferspeicher kann zB eine ebene Betonfläche dienen, wobei Container in bis zu drei Ebenen gestapelt werden. Ein paralleler Betrieb mit Stapler ist uneingeschränkt möglich.

Unser innovatives System ist hinsichtlich hoher Manipulationsgeschwindigkeiten, maximaler Nutzung der Containerstellflächen und Flexibilität bei verschiedenen Containertypen vorbildhaft und unvergleichbar mit bestehenden Systemen.

 

Sie auch unter F&E – Mobiler Container Umsetzer (MCU ) & Stationärer Container Umsetzer ( SCU).

 

Mobiles Umschlagsterminal

Das mobile Umschlagsterminal besteht aus einem angetriebenen Schienenfahrzeug mit integriertem Kransystem, das die Containerumladung ermöglicht. Die Entwicklung des Kransystems und der Steuerungstechnik sind bei diesem Projekt die herausragenden Innovationsleistungen die von HET erbracht wurden.

Durch die Flexibilität des Systems – schnelle Umladung in Bahnhöfen oder entlang des Schienenverkehrs – ist zukunftsweisend für die Erneuerung des Güterverkehrs auf der Schiene. Es werden für dieses System keine infrastrukturellen Maßnahmen benötigt.

Eisenbahntechnik

In diesem Geschäftsbereich entwickeln wir Komponenten oder komplette Spezialfahrzeuge für unterschiedliche Einsatzzwecke wie zB. Vermessungs- und Instandhaltungs-Schienenfahrzeuge.

HET Verkehrstechnik ist im Besitz sämtlicher Eisenbahnnormen sowie nach DIN 15085 (Schweissen von Schienenfahrzeugen) zertifiziert.

Die Integration von hybriden Antrieben sowie von Energie-Rekuperationssystemen ist ein effizienter Teil unseres Leistungsspektrums.

Entwicklung von Krantechnik, Forst- und Agrarfahrzeugen

Spezielle Einsatzgebiete erfordern spezielle Fahrzeuganforderungen. So entwickeln wir zB. Forstfahrzeuge und Holzbearbeitungszentren für den ökologisch optimierten Einsatz auf weichen Waldböden oder im steilen Gelände. Im Bereich Landmaschinenbau entwickeln wir Komponenten für Traktoren und Maschinen für die Ernte, Aussaat, Aufbereitung, Transport- u. Fördertechnik.

Spezialisiert hat sich die HET Verkehrstechnik hierbei auf die Krantechnik, die sowohl im Forst- als auch im Agrarbereich zum Einsatz kommt. So hat HET etwa einen speziellen 4-mto Forstkran entwickelt.

Aber auch viele andere Einsatzgebiete erfordern spezielle Krankonstruktionen. Egal ob Lagerlogistik, Baukran, Hafenanlagen oder Kranaufbauten für diverse Nutzfahrzeuge – HET bietet für jede Anforderung eine spezielle Lösung. Als Selbstverständlichkeit gilt dabei, neue Konzepte (ebenso wie zu adaptierende Systeme) mittels Betriebsfestigkeits-Analyse auf ihre Lebensdauer und Versagenswahrscheinlichkeit hin zu prüfen. Sollten sich dabei Schwachstellen ergeben, können diese bereits in der Konzeptphase ausgemerzt werden.

Zu unserem täglichen Geschäft gehören Ummodellierungen von Kransäulen und Hubarmen, was dazu führt, dass HET laufend neue Konzepte entwickelt, so zum Beispiel:

  • – Universell einsetzbare Kransäulen
  • – Stahlsäulen für die kleinere Metertonnenklassen
  • – Software für Hublastdiagramme
  • – Modulare Kransäulenkonzepte (Entwicklung einer neuen, modularen Baureihe für Stahlsäulen)
  • – Einfache teleskopierbare Hubarme für 15-mto Z-Kran

Bei allen Entwicklungen werden hybride Antriebskonzepte sowie die Verwendung neuester Materialtechnologien und Konstruktionsbauweisen geprüft und anwendungsspezifisch eingesetzt.

 

Mobigas – Mobile Energieerzeugung aus Biomasse

Die modulare Biogasanlage auf Containerbasis ermöglicht die energetische Verwertung von organischen Abfällen am „point of biomasse“.

Die Integration der Mobigas Container in bestehende Sammel- und Kompostiersysteme bietet eine regionale Lösung für Energiegewinnung aus bisher nicht genutzten Potentialen. Aus dem gewonnenen Biogas wird Wärme und/oder Elektrizität erzeugt und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur CO2 Reduktion und Energieautarkie.

Biertreber-Fermentation

Im Rahmen eines von der FFG (Österr. Forschungsförderungs-GmbH) geförderten Projektes wurde die Mobigas-Anlage in Kooperation zwischen HET Verkehrstechnik und der FH Wels speziell auf die Verwertung von Biertreber hin adaptiert.

Die Container (20′, 40′) werden mit Biertreber beschickt. Optimaler Weise passiert dies mit Hilfe eines angeschlossenen Rohrsystems, durch welches der Treber direkt von der Anlage in den Fermentationcontainer gelangt. Eine flexible Verteilung innerhalb des Containers erfolgt durch Rohrweichen. Alternativen wären eine Schneckenförderung oder eine Beschickung per Förderband. (Bild 1)

Der Fermentationsprozess beginnt im aeroben Zustand, dh. das Material wird für 6 bis 12 Stunden mittels Luftdüsen durchlüftet. Die Temperatur steigt dabei auf ca. 70°C. Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Gasproduktion. Sie findet im anaeroben Zustand (Luftaus-schluss) zwischen 32 und 42°C statt. Das Material muss in diesem Schritt beheizt werden (Bodenheizung). Die Gasproduktion dauert ca. 4 Wochen. Das Gas wird über Schläuche in den Steuercontainer geleitet und in einem BHKW verwertet (Strom oder Wärme-Gewinnung). An einen Steuercontainer (Steuerung, BHKW, Gaspufferspeicher (Folienspeicher)) können 10 Fermentationscontainer (20′) angeschlossen werden. (Bild 2)

Die Fermentationsart wird als Flüssigfermentationsverfahren bezeichnet, das Substrat muss bewässert werden. Dies geschieht über Düsen, welche an der Oberseite des Containers angebracht sind. Eine Chemikalienzugabe (z.B. NaOH in der Startphase) erfolgt ebenfalls über das Perkolat. Das Fermentations-Volumen pro 20′-Container beträgt ca. 28 m³. (Bild 3)

In einem abschließenden Prozessschritt wird das Material erneut belüftet. Die Temperatur steigt nochmals auf 60-70°C. Das Material wird in diesem Schritt hygienisiert.

Das ausgegaste Material wird im Anschluss über ein Schneckensystem aus dem Container entfernt und in einen LKW o.ä. eingeladen. Die weitere Verwendung des Biertrebers ist noch abzuklären. (Bild 4)

Vorteile:

  • Verwendung von Standard-ISO-Containern (20′, 40′)
  • Geringer Platzbedarf – Container können gestapelt werden
  • Schneller An- und Abtransport durch MCU (Mobiler Container-Umsetzer von HET) möglich
  • Kosteneinsparung durch direkte lokale Verwertung von Abfallstoffen
  • Prozess läuft in abgeschlossenem System → kein Personal zum Beschicken der Container notwendig
  • Hygienischer Ablauf: Verbleibende Reste können samt Container mittels des MCU umgela-den werden (anstatt Abtransport mit Radlader)

Verfahren zur emissionsarmen löschung feinkörniger Schüttgüter

Die Anliefermengen von Schüttgütern wie sie für die stahlerzeugende Industrie benötigt werden, betragen mehrere zehntausend Tonnen pro Tag. Diese Mengen werden in Eisenbahnwaggons geliefert und müssen dem Prozess entsprechend zugeführt werden.

Dafür wurde von HET in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fördertechnik an der Montanuniversität Leoben und der Unterstützung von der FFG (Österreichische Forschungsförderungs-GmbH.) das Verfahren „emissionsarme Schüttgutaustragung“ entwickelt. Aufgrund eines Kooperations-Rahmenvertrages mit einem internationalen Industriepartner ist HET in der Lage, die Weiterentwicklung des Staub- und Lärmemission vermeidenden Verfahrens über den Förderungszeitraum durch FFG hinaus weiter zur Serienreife zu entwickeln. Somit wurde ein großer Kunde bereits in den Entwicklungsprozess eingebunden. In weiterer Folge konnte das System zusammen mit dem Kunden auf die staubfreie Pelletverladung hin adaptiert werden. Ziel dieser Kooperation ist weiter, HET als Systemlieferant für Eisenbahnlogistik bei Hüttenwerksanlagen zu positionieren. Dies ist auch bereits in gewissem Maß gelungen, da HET inzwischen internationale Kunden gewinnen konnte, die ebenfalls in den Entwicklungsprozess des Schüttgut-Projektes eingebunden sind. Aus dieser Zusammenarbeit haben sich gute Geschäftskontakte entwickelt, wodurch HET inzwischen auch an anderen Engineering-Projekten für diese Kunden arbeitet.

Wird die Maschine in Bunker- und Siebanlagen verwendet, wird das Sieb des Prozessorkopfes in das Schüttgut eingesenkt. Aufgrund der Schwingbewegung des Siebes bewegt sich das Schüttgut auf die Förderschnecke, von wo aus es in Richtung der Austragschnecke transportiert wird (Bild 1, 2).

Die Austragleistung der von HET entwickelten Maschine bietet zudem die Möglichkeit, fernab von Bunker- und Siebanlagen, emissionsarm rasch nach Korngröße zu differenzieren bzw. nicht nur Großabnehmer per Eisenbahn zu versorgen.

Neben lockerem Material unterschiedlicher Durchgangs- und Förderleistungen wurde auch daran gearbeitet, „zusammengewachsenes“ Material, etwa gefrorene Kokskohle, der Verfahrenstechnik zuführen zu können, ohne dass dieses zerkleinert bzw. zerstört wird. Dafür wurden an den Siebrändern Minizylinder (Stößel) eingesetzt, welche sich jeweils in die Zwischenräume der (makroskopischen) „Korngrenzen“ einarbeiten und die Körner trennen. Das Maschinenkonzept ist somit universell für jedes Schüttgut einsetzbar und zudem örtlich flexibel. Es kann also nicht nur direkt am Hochofen, sondern auch überall dort eingesetzt werden können, wo keine Aufbau-, Bunker-, Förder- und Siebeinrichtungen vorhanden sind.

Weiter wurde ein flexibler Förderkran entwickelt, der die Möglichkeit zur kompakten Anbindung der Fördertechnik an ein Trägerfahrzeug (Bagger, Kran), ermöglicht. Dabei wurde ein flexibles Förderband verwendet, bei dem das Schüttgut innen „face-to-face“ zwischen zwei hochelastischen Gurten transportiert wird. Damit ist ein sicherer und kontrollierter Materialtransport selbst über senkrechte Steigungen gewährleistet.

Mit dem Drehkranz wird die Anlage am Förderband befestigt. Der Drehkranz ermöglicht zudem eine Drehung der Konstruktion um 30°. Die Anlage in ausgefahrener Form zeigt, dass der obere Teil nicht knickbar ist, um der Konstruktion die nötige Stabilität zu geben. Die Krümmung wird über separate Zylinder einzeln angesteuert und kann somit individuell teleskopiert werden. Dadurch kann dem Schüttgut ein wesentlicher Teil seiner kinetischen Energie genommen werden, wodurch das Material nicht mit voller Wucht im Waggon aufschlägt. Das wiederum vermindert die weitere Zerkleinerung des Materials sowie die Staubbildung. Die Lärmbildung bleibt ebenfalls im gesetzlichen Rahmen (Bild 3).

Wieder war hier die Montanuniversität Leoben maßgeblich beteiligt, indem durch Simulationen am PC die Vorzüge eines elastischen Fördergurtes im Vergleich zu Trogketten- und Stauscheibenförderer herausgearbeitet werden konnten. Wie  auf Bild 4 ersichtlich, führt der Schüttgutrücklauf mit mechanischen Förderprozessen zur Zerstäubung des Materials und damit auch zu Lärm- und Staubbildung. Die Nutzung eines elastischen Fördergurtes dagegen verhindert einerseits die Zerstäubung und verringert andererseits die Entwicklung von Lärm und Staub (Bild 4).

Vorteile der Schüttgutaustragungs-Anlage von HET:

  • Umweltfreundlichkeit („Schüttgutaustragung unter Schüttgut“)
  • Hohe Energieeffizienz
  • Flexibel einsetzbar (unterschiedliche Eisenbahnplattformen)
  • Integrationsfähigkeit in bestehende logistische Systeme

Imflat (Inter-modular-flat) Donau-Güterverkehr

Die Donau als natürlicher Verkehrsweg von und nach Südeuropa wird heute im Gütertransport wenig genutzt und weist deshalb noch hohe Kapazitätsreserven auf. Ziel des Projekts „IM-Flat“ ist die Entwicklung einer innovativen intermodalen Umschlagstechnologie, die die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt steigert und damit die Akzeptanz und die effizientere Nutzung dieses umweltfreundlichen Verkehrsträgers erhöht.

Durch die Entwicklung von speziellen Behälterträgern („quasi-modulare Einheiten“) für den raschen Umschlag von z. B. Autos, petrochemischen Produkten, Steinen, Zement und neuen Umschlagstechnologien bieten sich neue Perspektiven für den intermodalen Güterverkehr entlang der Donau.

  • Minimaler infrastruktureller Aufwand nötig
  • Transport – Zeit- und Kostenersparnis
  • Umweltfreundlich
  • Verwendbar für andere Schiffswege

Energierekuperation

In vielen Bereichen des Maschineneinsatzes werden große Energiemengen ungenutzt verbraucht, wie z.B. bei der Abladung von Kranlasten. Durch den Einsatz von Pufferspeichern und anderen Rekuperationssystemen kann die Energiebilanz vieler Maschinen signifikant gesteigert werden.

Aufgrund der Knappheit der Ressource „Energie“ und bezogen auf Wettbewerbsfähigkeit werden diese Systeme zukünftig eine immer wichtigere Rolle im Maschinenbau spielen und serienmäßig genutzt werden. HET hat verschiedene technologische Lösungen entwickelt, die zu einer signifikanten Steigerung des Maschinen-Wirkungsgrades beitragen.